Wein aus Languedoc-Rousillon online bestellen

Informationen zum Thema Wein aus Languedoc-Rousillon

Gemeinsamer Name für die zwei aneinander grenzenden Weinbau-Regionen Languedoc und Roussillon an der französischen Mittelmeerküste. Roussillon, westlich des Languedoc gelegen, umfaßt dabei mit etwa 15 % den wesentlich kleineren Teil des Gebietes, zu dem u.a. Herault, Aude und Gard zählen. Im Osten grenzen die Provence und die Loire an. Mit einer Länge von ca. 200 km erstreckt sich der Bereich von Nimes bis zur spanischen Grenze an den Pyrenäen. Der südliche Teil des Roussillon war übrigens vom 12. bis zum 17. Jahrhundert spanisch. Gemeinsam mit der Provence (der ehemals römischen "Provinza") wird das Gebiet auch als "Midi" bezeichnet und stellt wohl das größte zusammenhängende Weinbaugebiet der Welt dar. Angeblich betrieben in dieser Region, was aber keineswegs wissenschaftlich eindeutig belegt ist, schon die Kelten (Gallier) Weinbau, noch bevor die Griechen im 8. Jahrhundert auftauchten. Gesichert ist jedoch die Anlage von Weinbergen durch die Römer 125 v. Chr. im Bereich der heutigen Appellationen Corbières und Minervois. Da der Wein hier prächtig gedieh, wurde er bald bis Rom exportiert. Plinius der Jüngere (61-113), ein beliebter römischer Schreiber, erwähnte in einem seiner Briefe den süßen „Bienenwein“ aus der Muscat-Traube, sozusagen ein Vorläufer des heutigen Vin doux naturel. Kaiser Domitian (51-96) verbot im Jahre 92 n. Chr. die Neuanpflanzung von Rebstöcken, was natürlich zu einem Niedergang der Weinwirtschaft führte. Dieses Verbot wurde jedoch durch Kaiser Probus 140 Jahre später wieder aufgehoben, der Weinbau nahm einen neuen Anlauf und konnte sich bis zum Einfall der Sarazenen im 7. Jahrhundert wieder prächtig entwickeln. Dann lag der Weinbau aber erneut ca. 2 Jahrhunderte brach, bis die Mönchsorden ihn wieder belebten. Die ungeheure Rebfläche verführte von jeher dazu, Menge zu produzieren - und dies war bis Ende des letzten Jahrhunderts auch der Fall. Meist ging dies zu Lasten der Qualität. Mittlerweile ist die Rebfläche bewußt reduziert und die Qualität beachtlich gestiegen und auch für Weinreisende ist ein Languedoc Urlaub inzwischen sehr gut geeignet, wenn man an einem Ort viele hochwertige Weingüter besuchen möchte. Dennoch steht statistisch gesehen immer noch jede vierte französische Rebe in dieser Region, allerdings weiter mit sinkender Tendenz. Nach wie vor ist die Region Hauptlieferant für den Binnenmarkt, der Wein dafür wird in erster Linie als Vin de table oder Vin de pays ausgebaut. Es dominiert, der Vorliebe der Franzosen entsprechend, der Rotwein, allen voran die Sorte Carignan, mit Abstand gefolgt von Grenache, Syrah und weiteren, teils sehr regionaltypischen, Sorten. Weisswein spielt eine untergeordnete Rolle. Die wenigsten Weine werden allerdings sortenrein ausgebaut, meist handelt es sich um Cuvees aus verschiedenen Sorten. Die Weine sind zu einem ansehnlichen Teil noch nicht in den Sog überzogener Preise geraten. Hier kann man immer noch Qualität zu einem vernünftigen Preis entdecken, zumindest so lange der betreffende Winzer noch nicht zu den großen Namen aufgestiegen ist. Insgesamt 12 Gemeinden wurden in den Cru-Status erhoben und dürfen dies durch den Namen auf dem Etikett kenntlich machen. Erzeuger wie Château de l´Engarran, Château Notre Dame, Domaine de Cazeneuve und viele andere konnten sich mittlerweile durch ihre unbestrittene Qualität - und dies zu einem nach wie vor angemessenen Preis - einen Namen machen. Sie profitieren dabei vom mediterranen Klima ebenso wie von den fruchtbaren Schwemmlandböden, die, abgesehen von den Kalk-und SChieferböden an den Pyrenäen, den fruchtbaren Untergrund für die Reben bilden.